Kategorie: Lifestyle

Interessantes zu den Themen Lifestyle, Buntes und Vermischtes: Die Enzkreis Rundschau bietet täglich Infos, die Ihren Alltag bereichern. Werfen Sie jetzt einen Blick auf unsere aktuellen Beiträge!

  • GÜNTHER JAUCH im Promi-Gespräch

    GÜNTHER JAUCH
    im Promi-Gespräch

    Deutschlands erfolgreichste Quizshow feierte im Oktober 2024 Jubiläum! Am 3. September 1999 sendete RTL die erste Ausgabe von „Wer wird Millionär?“ mit Moderator Günther Jauch. Damit fiel der Startschuss für eine sowohl einmalige wie langjährige und rekordverdächtige Erfolgsgeschichte: Denn seitdem präsentiert Günther Jauch kontinuierlich das Showformat in der RTL-Primetime.
    Das 25. Jubiläum wurde im Oktober mit einer glamourösen Spezialausgabe voller Überraschungen gefeiert. Und Günther Jauch hatte überhaupt keine Ahnung, was ihn in der XXL-Sendung erwartet: Mit vielen Überraschungsgästen begab der Moderator sich mit den Zuschauerinnen und Zuschauern auf eine Reise durch 25 unterhaltsame Jahre „Wer wird Millionär?“-Geschichte. Auf RTL+ ist das Jubiläumsspecial abrufbar.
    Mehr als 1.600 Folgen des quotenstarken Hitformats hat RTL bislang ausgestrahlt. Dazu kommen zahlreiche Special-Ausgaben und Event-Wochen. Günther Jauch prägt die deutsche Ausgabe der Show durch seine unterhaltsame und überaus charmante Art. Im Laufe der Jahre haben mehr als 3.400 Kandidatinnen und Kandidaten auf dem berühmten Ratestuhl Platz genommen und über 43.000 Fragen richtig, falsch oder nicht beantwortet.


    Herr Jauch, sind Sie bereit für die nächsten 25 Jahre „Wer wird Millionär?“?
    Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. So einfach geht es nicht (lacht). Also, wenn ich noch mal 25 Jahre draufpacke, würde ich mich im 93. Lebensjahr befinden. Das möchten selbst Sie nicht mehr erleben.

    Was machen Sie dann mit 93?
    Das weiß ich nicht. Ich fürchte, mich deckt der kühle Rasen. (kurze Stille) Ich bitte um einen Moment der Besinnung nach diesem Kommentar. Schauen Sie. Das Durchschnittsalter des deutschen Mannes, also wie alt er werden kann, liegt glaube ich, im Moment bei 78,3 Jahren. Warum sollte ich das um fast 15 Jahre überschreiten? So vital bin ich nun auch wieder nicht.

    Vital ist „Wer wird Millionär?“ auch mit 25 noch immer. Sprechen wir mal über die Anfangszeit, vor 26 Jahren kannten Sie dieses Format noch nicht. Dann irgendwann kam diese besagte VHS-Kassette. Wie war das damals?
    Ich bekam immer mal wieder irgendwelche Angebote, doch noch mal eine andere Sendung zu moderieren und das meiste waren Unterhaltungsformate, die mir gar nicht gefallen haben, sodass ich immer, wenn mir dann mal so eine Kassette übergeben wurde, die ich mir anschauen sollte – irgendein, meist ausländisches Format – sie oft gar nicht angeschaut und nach zwei Wochen wieder zurückgegeben habe und gesagt habe „Ach nein, ich glaube, es kommt für mich dann doch nicht in Frage“. Bei „Wer wird Millionär?“ war das im Grunde ähnlich. Ich sollte ein Quiz übernehmen und Quiz war völlig aus der Zeit gefallen, das interessierte keinen mehr, das war Schwarz-Weiß-Fernsehen der 60er und frühen 70er-Jahre. Und dann habe ich eines sonntags tatsächlich reingeschaut – das war das englische Vorbild mit Chris Tarrant, der das seit 1998 machte – und da hat sich mir so eine Spannung vermittelt. Eine Spannung durch das Licht, durch das Studio, durch die Art und Weise, dass fast jedes Mal die Gewinnsumme mit jeder Frage verdoppelt wurde. Durch die Nervosität der Kandidaten, durch die unterschiedlichen Töne, die jede Frage ganz anders begleitet und eingeleitet haben. Und da habe ich gemerkt: Dieses Format hat was und habe gedacht: „Gut, was will RTL?“ Die wollten vier Sendungen und dann sollte das probeweise auf den Sender gehen. Da habe ich gedacht, das Schlimmste, was passieren kann, ist, nach vier Wochen stampft man es wieder ein. Genauer gesagt nach einer Woche stampft man es ein, weil die Sendung an vier Tagen nacheinander ausgestrahlt wurde, und dann wäre die Sache vergessen gewesen.

    Was genau ist das Rezept von „Wer wird Millionär?“?
    Ich glaube, dass tatsächlich die Erfinder einen Glücksgriff getan haben, dass sie es so simpel wie möglich gemacht haben. Es gab dann tausend Kopien und denen merkte man die Angst der Verantwortlichen im Hintergrund an, dass womöglich doch bitte niemand eine Million gewinnen soll, während bei uns sofort der Anspruch da war: Du kannst da eine Million gewinnen. Der Begriff „Millionär“ hat immer noch denselben Zauber wie in den 50er-Jahren, wo ein Millionär ein unfassbar reicher Mensch war, während heute schon der Besitz einer Doppelhaushälfte in schlechter Münchener Lage einen Menschen zumindest zum Vermögens-Millionär macht.
    Aber „Der oder die ist Millionär“ zu sagen, das war etwas Neues, war etwas Spannendes. Es war nicht ganz leicht, Millionär zu werden, es dauerte auch ein bisschen, bis es den ersten, damals noch D-Mark-Millionär, dann auch gab. Aber spätestens dann begriffen die Leute: „Aha, man kann dort tatsächlich eine Million gewinnen.“ Nun war der erste Gewinner ein Professor. Da hätte man denken können: „Oh, das sind also nur Intellektuelle, die mindestens promoviert haben, die die Million gewinnen können“ und siehe da: Als zweites gewann eine arbeitslose Hausfrau die Million. Und in dem Moment, glaube ich, war jedem klar: In der Sendung ist alles möglich.
    Und daran hat sich in den letzten 25 Jahren im Grunde nicht so viel geändert. Man schaut zum vielleicht 1.300sten Mal bei der Sendung zu und sagt: „Na, so einen Kandidaten gab es noch nie. Was die verzapft hat, war unglaublich. Hast du gestern die Sendung gesehen? Das war so witzig und da ging es gerade nur um 100 €“, zum Beispiel. Es sind immer Überraschungen möglich und es gibt eben kein Drehbuch und die Leute merken: Das passiert gerade in dem Moment, und es ist in jedem Fall spannend, es ist oft eben auch lustig, kann natürlich auch mal langweilig sein, aber ehrlich gesagt: So ist das Leben.

    Jetzt zu Ihnen: Ein Moderator ist eigentlich dafür da, möglichst neutral zu sein. Gefühlt sind Sie das ja genau nicht.
    Nein, das bin ich nicht. Ich sage immer, ich bin hart, aber ungerecht. Klingt natürlich ein bisschen gemein, aber wenn Sie ein neutraler Moderator wären, müsste ich jedes Mal bei einer falschen Antwort mitfühlend sagen: „Wollen Sie nicht über diese Antwort noch einmal nachdenken?“ Wenn ich das bei jedem mache, bin ich gerecht und dann bin ich mitfühlend. Es wäre aber stinklangweilig, weil auch jeder weiß: „Aha, wenn er das sagt, dann ist die Antwort falsch.“
    Aber das Leben ist auch ungerecht. Manchmal hat man Glück, dass es jemand gut mit einem meint, manchmal hat man entsprechend Pech und so muss es auch in der Sendung sein. Also mal hilft man jemandem bei einer Frage über sechs Hürden hinweg, bis dann die richtige Antwort da ist, die ist dann im Grunde fast geschenkt, und manchmal lässt man jemanden auch in die Nummer reinrumpeln. Es ist nicht so, dass ich mir vorher ganz genau sage: Jeden zweiten lasse ich durchfallen. Oder: Jetzt haben viele 32.000 gewonnen, jetzt muss ich mal wieder einen bei 500 rauskicken. So ist es nicht. Sondern es ist tatsächlich Zufall.
    Wenn ich berechenbar wäre in der Sendung, dann wäre sie ziemlich schnell langweilig. Denn die Sendung lautet „Wer wird Millionär?“ und gemeint ist damit nicht: „Betreutes gewinnen“. Gemeint ist damit: „Hey, ich muss unter Einsatz meines Wissens, unter einer geschickten Auswahl der Joker und auch einer gewissen Coolness, die ich habe, versuchen, möglichst weit zu kommen.“ Und das ist etwas anderes, als wenn da immer so ein freundlicher Onkel sitzt und sagt: „Na ich würd‘ … also A und D würde ich mal nicht nehmen.“ Dann ist die Sendung witzlos.

    Ist es der Angeber, ist es der Überhebliche oder ist es der überaus Schlaue, der Ihnen als Kandidat am liebsten ist?
    Der sogenannte normale Mensch hat, wie jeder Mensch, irgendwann mal etwas erlebt, was ihn interessant macht und wovon er erzählen kann. Man muss nur versuchen, diese Schätze entsprechend zu heben. Das heißt, dieses „Wir nehmen jetzt mal fünf schrille Paradiesvögel und dann läuft die Sendung von alleine“, hat sich eigentlich nicht bewährt.

    Wie genau funktioniert das bei Ihnen?
    Ich sehe die Kandidaten in der Sendung zum ersten Mal. Ich habe nur eine kleine Karteikarte, auf der steht: Wie heißt er? Wie alt ist er? Wo wohnt sie? Was für ein Beruf? Wie viele Kinder? Und ein, zwei Geschichten aus dem Leben, wo sie studiert haben, wohin sie umgezogen sind und dass sie mal Paul Newman getroffen haben. Aber ich sehe und erlebe die Leute das erste Mal in dem Moment. Und dann kommt da so ein Schlurfi mit einer Kunstleder-Weste rein und ist Ende 50, dann sage ich „Oh, das könnte ein Berufsschul-
    lehrer sein.“ Manchmal stimmt das dann sogar. Das heißt, ich mache mir eine Klischee-Vorstellung. So wie – das habe ich mal gehört – wenn Männer Frauen treffen oder Frauen Männer, dauert es weniger als 30 Sekunden, um ein Gefühl zu entwickeln: „Ist einem jemand sympathisch oder nicht.“
    Das kann sich später natürlich schnell ändern, aber die ersten 30 Sekunden sind schon sehr entscheidend.
    Wenn ich die Leute dann für mich in eine Klischee-Schublade gesteckt habe, lasse ich die Schublade immer einen Spalt offen, weil ich darauf hoffe oder einfach neugierig bin, ob sie es schaffen, aus dieser Schublade wieder herauszuspringen und unter Umständen ganz anders zu sein. Zum Beispiel, da sieht einer wie ein Spießer aus, ist es aber im Kopf überhaupt nicht und das wird auch deutlich. Oder umgekehrt, einer wirkt wahnsinnig attraktiv und sympathisch und ist ein entsetzlicher Langweiler im Gespräch. Das irgendwie hinzukriegen, dass die Leute so rüberkommen, wie sie sind und dass man dann eben sagen kann: „Der ist genauso langweilig, wie ich ihn eingeschätzt habe.“ oder „Ach guck mal, der ist total anders“, das macht für mich den Reiz der Sendung aus, und das macht die Sendung im Grunde für mich niemals langweilig und auch unerschöpflich, weil die Zahl der Menschen auf diesem Planeten, die noch in dieser Sendung auftauchen könnten, unendlich groß ist. Wir finden immer welche, von denen auch die Zuschauer dann sagen: „Hey. Hast du gestern … hast du die gesehen? Das war ja unglaublich. Als die reinkam, dachte ich erst … aber dann! Was die alles wusste!“. Zum Beispiel! Und so was macht Spaß.

    25 Jahre „Wer wird Millionär?“: Was hat Ihnen das persönlich gebracht?
    Sagen wir mal so: Ich glaube schon, dass man mir anmerkt, ob ich Spaß an einer Sendung habe oder nicht. An der Sendung habe ich Spaß. Ich habe ihr am Anfang etwas skeptisch gegenübergestanden, aber ich konnte dann diese Faszination, die ich selber beim Zuschauen des englischen Formats hatte, tatsächlich nach Deutschland übertragen. Das ist natürlich etwas Schönes und das macht mir Freude. Ich habe immer Sendungen sehr lange gemacht. Stern TV über 20 Jahre, den großen Jahresrückblick habe ich 34 Jahre gemacht, das Sportstudio 10 Jahre, ehe das ZDF mich dann da nicht mehr haben wollte. Also ich bin eigentlich immer die lange Strecke gegangen, insofern überrascht mich das nicht, dass auch mal wieder ein Format lange funktioniert und im Moment auch ein akutes Ende nicht abzusehen ist.

    Und ohne die Leidenschaft würde es am Ende auch nicht funktionieren …
    Nein, wenn man gelangweilt reingeht und sagt: „Was sind denn das jetzt wieder für fünf Pappnasen“ und „Hoffentlich bin ich möglichst schnell fertig“, dann funktioniert das nicht. Sie müssen auch den Willen haben, die Menschen zu fordern. Nicht im Sinne von fordern, dass der jetzt die richtige Antwort gibt, sondern, dass die Menschen eine Möglichkeit

    haben, sich darzustellen, mit der sie womöglich vorher gar nicht gerechnet haben. Wir kommen oft auf völlig andere Dinge zu sprechen, als auf der Karteikarte stehen. Umgang mit dem Finanzamt, Polizeikontrollen oder die eifersüchtige Ehefrau und dann landet man in ganz anderen Sphären. Das ist übrigens auch faszinierend.

    Rückblickend muss ich sagen, dass ich keine andere Sendung jemals moderiert habe, wo ich eigentlich jedes Thema mit den Leuten behandle. Ich kann hier Ehekrisen, Kinder kriegen, Karriere machen, eine große körperliche oder seelische Verletzung erleiden und damit fertig werden, also alles, was man sich an menschlichen Dingen vorstellen kann, thematisieren, während ich bei der ARD bei der großen Talkshow im Wesentlichen auf gesellschaftspolitische Dinge festgelegt war. Auch bei Stern TV konnte man nicht so abschweifen. Dort hatte man das aber redaktionell entsprechend vorbereitet und eine redaktionelle Vorbereitung findet für mich, außer dem Lesen dieser einen kleinen Karteikarte zum Glück nicht statt.

    Haben Sie je in den 25 Jahren jemals von „Wer wird Millionär?“ geträumt?
    Nein. Also ich träume gelegentlich, aber von WWM habe ich noch nicht geträumt. Auch keine Albträume, dass irgendjemand gar nichts gewusst hat oder ich die nächste Frage nicht wusste.

    Und dann ist da noch diese spezielle Jauch-Art, die immer so hervorsticht: Ihr Gesichtsausdruck, wie Sie ihn oftmals machen. Sind Sie so, wie Sie sind? Wieviel Günther Jauch ist das wirklich?
    Also meine Mutter hat schon immer gesagt: „Günther, im Fernsehen bist du immer so freundlich …“. So freundlich wie der Florian Silbereisen bin ich wahrscheinlich nicht, denke ich mal. Aber ich glaube, auskommen kann man mit mir schon. Aber es ist natürlich eine seltsame Frage. Sehen Sie, es sind schon viele Teile von mir drin, wie ich mit den Leuten rede, da bin ich nicht aufgesetzt oder verstelle mich nicht … weil, das wäre übrigens auch sehr anstrengend. Wenn Sie ununterbrochen schauspielern müssten in der Art und Weise, wie Sie sich im Fernsehen darstellen und sich das von Ihrem normalen Leben ganz massiv unterscheidet, das strengt sehr an und übrigens kommt es dann irgendwann auch mal raus.

    Sehen Sie sich gerne selbst im Fernsehen?
    Niemals. Niemals. Ich sehe mich niemals selbst im Fernsehen an. Wenn ich mich bei einem Einspieler, den ich vorher sichten soll, acht Sekunden anschauen muss, ist es mir ein Graus. Deswegen habe ich auch eine große Liebe zu Live-Sendungen, die sind nämlich dann fertig und dann kann man ohnehin nichts mehr ändern. Es wäre für mich eine Folter, wenn ich mich selbst anschauen müsste.
    Das kennt übrigens, glaube ich, fast jeder von uns. Früher gab es mal an Bahnhöfen sogenannte Passbild-Automaten. Wenn man für den Ausweis ein neues Bild brauchte, ging man rein, dann hat es vier Mal geblitzt und dann dauerte es fünf Minuten und dann kamen die Bilder unten raus. Und dann war man immer total enttäuscht und sagte „So blöd sehe ich aus?“ Dann hat man das Freunden gezeigt und die haben gesagt: „Na tut mir leid, genauso siehst du aus.“ Insofern fühle ich mich zum Beispiel jetzt in dem Gespräch mit Ihnen sehr wohl und bin auch ganz bei mir selbst, aber wenn das jetzt gefilmt würde und wenn ich mir das dann anschauen müsste mit all den Gesten, mit all den Pausen, Verzögerungen, mit Sätzen, die ich nicht zu Ende gebracht hätte, das wäre grausam für mich.

    Macht das die Liebe zum Radio aus?
    Ja. Da ist die Optik völlig wurscht und man muss sich beim Radio zwangsläufig auf das konzentrieren, was man sich im Gehirnkastl hat einfallen lassen und was dann aus dem Mund rauskommt. Das ist wirklich das Entscheidende, und wie die Krawatte dann sitzt und ob man überhaupt eine anhat, spielt gar keine Rolle. Finde ich gut.

    Sie sprachen vorhin schon einmal an, dass Sie bei weitem nicht so schlau sind, wie viele Menschen oftmals denken. Tippen Sie insgeheim die Antwort mit? Wie oft – Hand aufs Herz – liegt man da so daneben?
    Schon relativ oft. Manchmal habe ich schon bei der 100 €-Frage ein echtes Brett vor dem Kopf. Alle um mich herum lachen sich kaputt und ich finde nicht den Schlüssel dazu, um die Frage zu verstehen. Das geht mir genauso wie den Kandidaten. Aber ein paar Fragen sind immer dabei, die ich auch beantworten kann. Ich werde oft gefragt, ob ich mir zutrauen würde, die Million zu gewinnen. Ich sage mal so: Es gab mal eine Zeit, da hätte ich mir das deutlich stärker zugetraut, und zwar in der Zeit zwischen meinem 25. und 35. Lebensjahr. Da war ich mehr oder weniger alleinstehend. Da habe ich als Journalist gearbeitet, da lief den ganzen Tag der DPA-Ticker, da hatte ich montags um 12 den „Spiegel“ schon ausgelesen und am Donnerstag bis 16 Uhr auch „Die Zeit“. Da habe ich unheimlich viel gewusst, habe das alles in mich reingesogen und habe eine Zeitung dann auch von vorne bis hinten gelesen und mein Schulwissen war noch nicht so weit entfernt wie heute. Und zu der Zeit hätte ich mir unter Umständen, wenn es günstig gelaufen wäre, die Million zugetraut. Heute würde ich nicht mal mehr in die Mitte kommen, weil ich zu langsam wäre bei der Auswahlfrage. Ich könnte die zwar vielleicht lösen und in die richtige Reihenfolge bringen, aber ich wäre regelmäßig zu langsam.

    Aber mal angenommen, die Auswahlfrage würden Sie dann doch überstehen, würden Sie sich den Millionengewinn tatsächlich nicht zutrauen?
    Nein. Das nicht. Das müssten dann glückliche Umstände und Fügungen sein. Ich traue mir so, sagen wir mal zwischen 16.000 und 64.000 € zu. Ich kann das auch im Nachhinein beurteilen. Ich sehe ja die Fragen und überlege mir: Wüsstest du es oder wüsstest du es nicht? Wie sehr oder wie wenig mir die Joker dann helfen würden, das ist natürlich immer abstrakt. Aber ansonsten kann ich Ihnen bei jeder Frage erst im Nachhinein sagen: Da hätte ich eine Ahnung gehabt oder das hätte ich sicher gewusst oder davon hätte ich gar keine Ahnung gehabt.


    Interview: Günther Jauch im exklusiven Gespräch mit RTL-Redakteur Mirko Dzewas
    Foto: ©RTL / Thomas Pritschet
  • Peter Maffay im Promi-Gespräch

    Peter Maffay im Promi-Gespräch

    Peter Maffay: 55 Jahre Rock ’n’ Roll – ein Leben in Bildern
    Mit „Kein Weg zu weit – 55 Jahre Rock ’n’ Roll in Bildern“ präsentiert Peter Maffay nicht nur einen Rückblick auf seine beeindruckende Karriere, sondern auch ein sehr persönliches Fotoalbum seines Lebens. Zu seinem 75. Geburtstag hat der Musiker tausende Bilder aus Archiven, Kisten und digitalen Speichern gesichtet, um die schönsten Momente seiner Karriere in einem Bildband zusammenzustellen.


    Dein neues Buch nimmt die Fans mit auf eine Reise durch dein Leben und deine Karriere. Wie bist du an die Entstehung des Buches herangegangen?
    Es war eine echte Zeitreise! Ich habe mir vorgenommen, Erinnerungen greifbar zu machen und habe dafür Unmengen von Papierbildern, Dias und Digitalfotos gesichtet. Es war eine Herausforderung, aber auch eine große Freude, so viele emotionale und beeindruckende Momente zu entdecken und in Kapiteln zu ordnen. Jedes Kapitel beginnt mit einem meiner Songtitel und einem Essay, in dem ich meine Gedanken und Erinnerungen schildere.

    Gibt es ein Lieblingsbild im Buch?
    Es gibt viele besondere Bilder, aber eines liegt mir besonders am Herzen: Es zeigt den Petersberg bei Halle, wo ich zur Ruhe komme und Kraft tanke. Es zeigt mich mit meinem Motorrad und meinem Traktor – das ist meine Welt. Das Foto ist spontan entstanden und steht für Authentizität, die mir in meinem Leben und in meiner Arbeit sehr wichtig ist.

    Im Bildband gibt es auch Kapitel über deine Anfänge und Wandlungen als Musiker. Wie hast du diese Zeit rückblickend erlebt?
    Es war eine lange Reise mit einigen Kurven, die vielleicht nicht alle nötig waren – aber rückblickend war es eine gute Reise! Von den Anfängen in Siebenbürgen über die Teenie-Idolzeit als Bravo-Poster-Boy, als Schlagerstar bis zur Metamorphose zum Deutschrocker habe ich viel ausprobiert und wieder verworfen. Country-Style, Beatles-Look, Indianer-Accessoires, lange und kurze Haare, mit und ohne Bart – all diese Phasen dokumentieren, wie ich zu dem wurde, was ich heute bin.

    Im Buch ist auch deiner Band ein Kapitel gewidmet. Warum war dir das wichtig?
    Die Band ist ein wichtiger Teil meines Lebens. Das Kapitel mit den Backstage-Aufnahmen ist eine Hommage an die Menschen, die mich seit Jahrzehnten begleiten. Unsere Fans sehen oft nur die Bühne, aber was hinter den Kulissen passiert, prägt uns genauso. Von den legendären Konzerten in der DDR bis zur Abschiedstour 2024 – die Band und ich haben so viel gemeinsam erlebt, das wollte ich in dem Buch zeigen.

    Du hast auch private Fotos in den Bildband aufgenommen. Was hat dich dazu bewegt?
    Das Kapitel „Danke an das Leben“ zeigt Momente mit meiner Frau Hendrikje, meinen Kindern Yaris und ­Anouk, meinem Vater und auch mich ganz alleine in einer Kirche. Das ist meine Art, Dankbarkeit auszudrücken. Ich bin im Leben reich beschenkt worden und diese Bilder stehen für die Werte, die mich leiten: Familie, Natur, Besinnung und das Bewusstsein, wie viel Glück ich hatte.

    Einer deiner berühmtesten Sätze lautet: „Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben“. Wie viel Kind steckt noch in dir und wie hilft dir deine Tochter, diese Haltung zu bewahren?
    Kind bleiben, nicht kindisch sein, das ist mir wichtig. Spielerisch sein, neugierig bleiben – das sind Eigenschaften, die mich inspirieren. Meine Tochter Anouk erinnert mich daran, wie wertvoll diese Haltung ist. Sie zeigt mir, die Welt mit anderen Augen zu sehen, und hilft mir, in der Ernsthaftigkeit des Lebens die Leichtigkeit nicht zu verlieren.

    Hat sie dein Buch schon gesehen?
    Natürlich! Besonders die privaten Bilder gefallen ihr. Auf einem hat sie mir bei einem Konzert eine Krone aufgesetzt – solche Momente sind unbezahlbar. Ich erinnere mich auch an ein Konzert in Leipzig, wo sie mit einem Schild da stand, auf dem stand: „Papa, ich liebe dich“. Da konnte ich einfach nicht mehr weiter singen.

    Dein Bildband dokumentiert 55 Jahre Rock ’n’ Roll. Siehst du ihn als Vermächtnis oder eher als Momentaufnahme?
    Ich sehe ihn als ein Dokument dieser Reise. Wenn Leute sagen, dass sie sich in den Bildern und Geschichten wiederfinden, dann bedeutet mir das mehr als alles andere. Es ist kein Vermächtnis, sondern ein Spiegel dessen, was war – mit einem klaren Blick nach vorne.

    Vielen Dank für dieses Gespräch, Peter. Wir wünschen dir für die Zukunft alles Gute.
    Danke, ich freue mich auch!


    Fotos: © Jennifer Többen © Red Rooster / © Ralph Larmann
    Dieses Interview hat Sebastian Schulte im Auftrag vom Klartext Verlag geführt.
  • Inka Bause im Promi-Gespräch

    Inka Bause im Promi-Gespräch

    Deutschlands beliebteste TV-Romanze mit Inka Bause feiert ihre 20. Staffel – und das mit so vielen Bauern und Bäuerinnen wie noch nie! Jahr für Jahr sorgt der RTL-Hit für große Gefühle und glückliche Paare: Beim traditionellen Scheunenfest werden die ersten verliebte Blicke gewechselt, in der Hofwoche pochen die Herzen schon etwas schneller – und bei einigen Kandidaten und Kandidatinnen führte die Teilnahme bei „Bauer sucht Frau“ sogar zum ganz großen Liebesglück! Insgesamt über 40 Hochzeiten fanden statt, fast 50 Babys wurden geboren und inkl. der 20. Staffel haben über 200 Bauern und Bäuerinnen mitgemacht.
    RTL zeigte die erste Folge am Montag, 30.9. um 20:15 Uhr. Produziert wird „Bauer sucht Frau“ von der Magis TV GmbH.
    Im Anschluss an „Bauer sucht Frau“ zeigt RTL montags ab 22:35 Uhr „Ralf, der Bauernreporter“. Ralf Herrmann blickt dabei hinter die Kulissen des Scheunenfests und geht mit Moderatorin Inka Bause auf Zeitreise in ihre Vergangenheit. Bei seinen Besuchen der aktuellen Bauern und der Publikumslieblinge der vergangenen 20 Staffeln spürt Ralf immer wieder gewohnt unterhaltsam das eine oder andere private Geheimnis auf.


    20 Staffeln und fast 20 Jahre „Bauer sucht Frau“ – was bedeutet das für Dich?
    Das sind 18 Jahre länger als ich gedacht habe. Wir haben anfänglich ganz schön viel Kritik kassiert. Aber wir haben uns mit unserem Kampf um die Liebe auf dem Land durchgesetzt. Mittlerweile sind wir Kult und eines der längsten und liebevollsten Formate auf dem Markt. Ich hätte nie gedacht, dass wir zu so einer großen Familie werden. Es ist das Besondere, dass mir zum Beispiel auch Bauer Hauke aus der ersten Staffel 19 Jahre später einen persönlichen Brief schreibt, um mir zu sagen, dass er heiratet. Ist das nicht schön?

    Gibt es für Dich besondere Highlights aus den 20 Staffeln?
    Das größte Highlight ist für mich, dass wir eine so große Familie geworden sind. Auch die Bauern untereinander pflegen noch den Kontakt und es sind echte Freundschaften fürs Leben entstanden. Sie grillen zusammen und laden sich zu Hochzeiten und Jubiläen ein. Wir hätten am Anfang nie
    gedacht, dass es eine so große Community wird. Ein weiteres Highlight ist, dass wir über 40 Ehen gestiftet haben und fast 50 Kinder geboren wurden. Welche Plattform schafft das schon? Wir haben Pärchen aus der zweiten oder aus der dritten Staffel, die auch heute noch zusammen sind. Das ist ganz grandios.

    Welche Tipps gibst Du den Bäuerinnen und Bauern beim Scheunenfest mit auf den Weg?
    Ich begrüße sie immer alle persönlich und lockere die Anspannung. Denn für sie ist es eine wahnsinnig aufregende Sache. Ich kann ihnen aber nur raten, sie selbst zu sein, keine Angst zu haben und authentisch zu sein. Inka ist immer bei euch. Wir sind auf eurer Seite. Und ich bedanke mich jedes Mal aus vollem Herzen für das entgegengebrachte Vertrauen, das die Menschen in uns setzen. In so privaten Momenten gefilmt zu werden – da muss man schon ein großes Vertrauen in uns haben.
    In der Regel konkurrieren mehrere Bewerber um die Gunst des Bauern/der Bäuerin. Wie können sie hervorstechen?
    Ich sage immer, dass sie natürlich sein sollen. Hübsch machen sie sich von alleine. Sie ziehen sich immer toll an, haben schöne Haare und machen sich echt schick. Es gibt letztendlich kein Rezept, um hervorzustechen. Der Deckel muss einfach auf den Topf passen. Es gibt Frauen, die sind bildhübsch aber es matcht einfach nicht. Die Liebe geht einfach ihre eigenen Wege. Manchmal ist es dann einfach die schüchterne Dame, die kein Wort herausbekommen hat. Das ist besonders toll, dass es nicht immer gleich ist. Jede Liebesgeschichte geht ihren ganz eigenen Weg. Das zu beobachten und zu verfolgen, ist echt schön. Da bin ich gerne ein kleiner Stalker.

    Welche Worte fallen Dir ein, wenn du an das Scheunenfest denkst?
    Liebe, Lachen, gutes Essen und Musik.

    Wie lief das Scheunenfest in diesem Jahr ab?
    Es war wieder unverwechselbar und unvorhersehbar. Es hat auch heftig gewittert und wir mussten alle von draußen in die Scheune evakuieren. Manchmal wurde geweint, manchmal wurde gelacht und gekichert. Und wir haben einen mega Musik-Act. Das Unvorhersehbare macht die Arbeit für mich total spannend und schön. Für das Team ist es manchmal aber auch ganz schön anstrengend.

    Wenn Du eine Superkraft wählen könntest – welche wäre es?
    Essen können so lange und so viel wie ich will, ohne zuzunehmen. Ansonsten: FRIEDEN STIFTEN!

    Was war Dein Traumberuf als Kind?
    Kassiererin in der Kaufhalle. Früher hieß das noch Kaufhalle. Aber heute gibt es ja nur noch Scanner. Ich habe auch mal Kassen gesammelt.

    Welchen Dialekt kannst Du imitieren?
    Ich habe eine Maskenbildnerin, die aus Sachsen-Anhalt kommt. Wenn wir miteinander reden, kommt schon etwas davon durch. Ich komme ja aus Leipzig und bin gebürtige Sächsin. Wenn ich aber mit einem Team drehe, aus dem alle aus Bayern kommen, komme ich nach Hause und meine Mutter sagt: „Sag mal, was ist denn mit dir los? Bist du in Bayern geboren oder was?“ Also ich nehme Dialekte und sprachliche Macken von anderen schnell an. Das würde mir aber beim Schauspielern sehr in die Karten spielen. Allerdings sagt meine Tochter, dass ich die schlechteste Schauspielerin der Welt sei. Und damit hat sie sicherlich recht, obwohl es wahnsinnig Spaß macht.
    Mit welcher Person würdest du gerne mal einen Tag tauschen?
    Ich bin glücklich mit mir. Vielleicht würde ich gerne mit meinen Hunden tauschen. Die haben es nämlich echt gut bei mir.

    In welches Land würdest Du gerne mal reisen?
    Nach Schweden. Jeden Tag am liebsten. Meine Tochter ist ja dorthin ausgewandert. Ich liebe Skandinavien und habe fast jeden Urlaub oberhalb von Berlin verbracht.

    Womit kann man Dir eine Freude bereiten?
    Mit allem. Wenn diese Freude aus dem Herzen kommt, kann es eine Bockwurst, ein Ring, eine gemeinsame Reise, einfach nur ein gemeinsames Kaffeetrinken sein.


    Fotos: © RTL / Ruprecht Stempell
  • Guido Maria Kretschmer im Promi-Gespräch

    Guido Maria Kretschmer im Promi-Gespräch

    Bei VOX dürfen jede Woche je fünf Frauen (und manchmal auch Männer) das machen, was sie am allerliebsten tun: nach Herzenslust shoppen. Aber das wird anstrengender als gedacht, denn die Frauen verfolgen nur ein Ziel: Jede von ihnen möchte „Shopping Queen“ werden.
    Und das geht so: VOX-Liebling Guido Maria Kretschmer stellt ihnen ein Wochenmotto – Cocktailparty, erstes Date, roter Teppich oder Trauzeugin – und dementsprechend müssen sie sich einkleiden und stylen. Dafür hat jede Frau einen Tag lang vier Stunden Zeit und 500 Euro zur Verfügung. Guido Maria Kretschmer begleitet den Einkauf aus dem Off und legt sein besonderes
    Augenmerk darauf, wie vorteilhaft oder unvorteilhaft die jeweils probierten Kleidungsstücke und der Look der Frauen sind.
    Die beliebte Styling-Doku „Shopping Queen“ mit Zuschauerliebling Guido Maria Kretschmer feierte dieses Jahr das große Jubiläum von 2.500 Folgen! Im Jubiläums-Interview teilt Guido ein paar seiner liebsten Erinnerungen und Anekdoten der letzten Jahre: von seinen persönlichen Highlights, über Kandidatinnen und Kandidaten, die ihm besonders im Gedächtnis geblieben sind, bis hin zu den fünf Teilen, die jeder im Kleiderschrank haben sollte.


    Guido Maria Kretschmer / Foto: RTL, Constantin Ent.

    Was ist dein persönliches Highlight aus 2.500 Sendungen „Shopping Queen“?
    Mein persönliches Highlight aus 2.500 Sendungen „Shopping Queen“ ist, dass es mir immer noch Freude macht. Jeden Tag, wenn ich dort sitze, die Tür aufgeht und wir vor einer Wohnungstür oder Haustür stehen, irgendwo in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, wo auch immer wir sind, dass ich immer noch denke: „Ach jetzt kommt eine neue Frau, die uns in ihre Welt mitnimmt“. Das ist für mich noch immer das Highlight, dass es so ungebrochen ist, die Freude bei mir und dass die Menschen uns ihre Türen öffnen. Das ist das, was „Shopping Queen“ ausmacht. Das trägt sich durch die Menschen, die bei uns teilnehmen und das finde ich toll.

    Welches der bisherigen Mottos ist dein Lieblingsmotto?
    Mein Lieblingsmotto war „Hoch die Hände, Wochenende!“, weil das so ein freies Motto war. Daran erinnere ich mich immer. Es gibt viele, die toll waren, aber dieses mochte ich besonders, weil es die Freiheit der Menschen gezeigt hat. Ich mag aber auch Mottos, bei denen man das Gefühl hat, dass sie frei entscheiden können, was sie machen wollen. Zwischendurch, nicht immer, aber manchmal finde ich das gut.

    Welche Kandidatinnen sind dir im Gedächtnis geblieben?
    Es sind mir ganz, ganz viele im Gedächtnis geblieben. Natürlich die besonders tollen und auch manchmal die besonders desaströsen – es ist ja alles dabei (lacht). Manchmal sind es auch ganz normale Menschen, die eben auch Teil dieser Sendung sind. Ich kann da gar nicht so richtig sagen „die Eine“, weil ich das den anderen gegenüber gar nicht tun möchte.
    Es gibt aber ein paar, die mich tief berührt haben, das muss ich schon sagen. Patricia aus Düsseldorf ist so eine Kandidatin gewesen, die so mutig ist und die ich so bewundere für das, was sie tut. Ich kenne natürlich auch viele Geschichten von Frauen, die mir nach dem Finale erzählen, was ihnen passiert ist, was sie erlebt haben und ein großes Vertrauen zu mir haben. Deswegen würde ich sagen, das ist eine gute Mischung von vielen, vielen Menschen. Es ist eine sehr große Bereicherung für mich, so viele von diesen tollen Frauen kennengelernt zu haben.

    Welche Stadt fandest du bisher am schönsten zum Shoppen?
    Das hat immer auch ein bisschen mit dem Motto zu tun. Ich bin ein großer München-Shopping-Fan, weil ich finde, dass München eine schöne Stadt ist. Ich mag auch Regensburg ganz gerne und finde, dass es eine erstaunlich gute Stadt zum Shoppen ist. Hannover kann auch ganz gut sein und Köln ist für uns auch eine sichere Bank, weil es da ein paar wirklich tolle Läden gibt. Manchmal sind es auch die kleineren Städte, die mich begeistern, obwohl man es erst gar nicht erwartet. Es hat natürlich auch immer mit den Mottos und Kandidatinnen zu tun, aber eigentlich würde ich sagen, ist auch das generell gut verteilt.

    Kannst du dir vorstellen, dich einmal selbst an einer Shopping-Queen Challenge zu versuchen?
    Ja, ich kann mir das vorstellen, aber es wird vermutlich nie passieren, weil das natürlich gar nicht meine Aufgabe ist. Ich liebe „Shopping Queen“, wie es ist. Da ist meine Position, ich weiß genau, wo mein Platz ist und bin ja irgendwie auch immer mit dabei. Aber ich wäre befangen und auch die Leute, die mich bewerten müssten, wären es (lacht). Meine Stars sind unsere Kandidatinnen und der Guido ist sozusagen ein Teil dessen.

    Welches Motto muss deiner Meinung nach unbedingt Teil der nächsten 2.500 Folgen sein?
    „Ich fände ein Motto wie „Zeig mir, was in dir schlummert“ oder „Zeig mir, wer du eigentlich sein könntest oder sogar bist“ super. Ich sage immer, die Mode ist die Haut der Seele und deshalb würde ein solches Motto so toll passen. Das ist vielleicht etwas schwieriger zu bewerten, aber ich fände es eine schöne Idee, diese Dimension der Seelenkomponente von Kleidung auch zum Besten zu geben. Oder vielleicht auch noch mal „Zeige mir einen Look, mit dem du das Gefühl hast, alles zu können“. Ein Look, in dem man sich verlieben, siegen, abbrechen, aufbauen, Nummer 1 sein, den Job holen, den Job verlassen, wild, verführerisch, bescheiden, zurückhaltend, eben alles sein kann, was man als menschliche Regung in sich tragen kann und das dann nonverbal durch den Look kommuniziert. Das fände ich ein schönes Motto.

    Was war für dich das bisher beeindruckendste Budget, für das ein kompletter Look geshoppt wurde?
    Das kann ich gar nicht sagen. Wir haben 500 € als Shopping-Budget. Das ist unsere Basis. Manchmal gibt es Leute, die hätten besser 1.000 € haben können, dann hätten sie es noch besser gemacht. Andere wären mit 200 € gut ausgekommen. Ich finde es gut, dass es nach wie vor über die Jahre auch immer 500 € geblieben sind und wir stabil bleiben, egal was passiert. Ich finde es immer gut, wenn die Kandidatinnen das Budget aufbrauchen. Das tun ja auch die meisten.
    Manchmal bin ich auch erstaunt darüber, dass es noch nie eine gegeben hat, die nichts gefunden hat und gesagt hat „Gut, dann nehme ich das Geld mit nach Hause, gewinnen werde ich eh nicht!“. Auf den Tag warte ich auch noch. (lacht).

    Was ist dein ultimativer Shopping-Tipp?
    Also mein Tipp ist, zu wissen, wer man ist und was man möchte. Das ist generell im täglichen Leben von Vorteil. Durch eine gute Bestandsaufnahme des eigenen Körpers in Kombination mit der Freude an Mode ist man gut beraten. Wenn das als Grundvoraussetzung gegeben ist, spielt es auch keine große Rolle, wer die Shopping-Begleitung ist oder in welchem Laden man einkauft. Das Allerwichtigste im Leben ist, mit sich zufrieden und im Reinen zu sein.
    Welche fünf Teile sollten in jedem Kleiderschrank zu finden sein?
    Ich würde sagen fünf Sachen, die auf jeden Fall passen und fünf Sachen, die Sinn machen und die auch miteinander kombinierbar wären.
    Das heißt, wenn es nur fünf sind, dann wäre es eine gute Hose, ein guter Rock, ein guter Pullover, eine gute Jacke. Bei einer Frau mit großer Oberweite wäre es für mich auf jeden Fall auch der richtige BH. Ansonsten könnte ich etwa 85 andere Artikel aufführen, weil fünf nie ausreichen würden.

    Was wünschst du dir für die nächsten 2.500 Folgen Shopping Queen?
    Ich wünsche mir, dass ich bei weiteren 2.500 Folgen immer noch oben wach und unten dicht bin. Das wäre ein großes Glück und, dass ich weiterhin gern sitze. Dass ich noch 2.500 mal das Gefühl habe, wenn eine Tür aufgeht, ich bin glücklich, dass ich das mache. Das würde ich mir für mich persönlich wünschen und für alle, die unsere Sendung gerne schauen.


    Foto: RTL / Frank P. Wartenberg
  • Frauke Ludowig im Enzkreis Rundschau Promi-Gespräch

    Frauke Ludowig im Enzkreis Rundschau Promi-Gespräch

    Ob auf Tuchfühlung mit J.Lo, hautnah auf royalen Events oder zu neuen Liebschaften und schmerzhaften Trennungen – seit 30 Jahren berichten Frauke Ludowig und ihr Team täglich über die aktuellen News aus der Welt der Promis, die heißesten Gerüchte und gewähren unterhaltsam und zuverlässig exklusive Einblicke in das Leben der Stars. Mit journalistischer Kompetenz, Sorgfalt und viel Fingerspitzengefühl hat „Exclusiv – Das Starmagazin“ seit Sendestart am 2. Mai 1994 das Vertrauen vieler Prominenter gewonnen. Als erste deutsche Reporterin überhaupt besuchte Frauke Ludowig Siegfried und Roy zuhause, kurz nach dem gefährlichen Tigerangriff. Für die Homestory mit Arnold Schwarzenegger und den professionellen Umgang mit der Prominenz wurde „Exclusiv“ bei den New York Festivals 1999 sogar ausgezeichnet.
    So abwechslungsreich wie die VIPs und ihre Geschichten ist auch „Exclusiv“ selbst. Das Starmagazin ging 1994 aus „Explosiv“ hervor und lief zunächst unter dem Namen „Explosiv Telegramm“. Ein Jahr nach Sendestart erfolgte die Umbenennung in „Exclusiv – das Starmagazin“. Bereits ab Stunde Null stand Frauke Ludowig als
    Hauptmoderatorin vor der Kamera. Während das Starmagazin werktags um 18:30 Uhr alle tagesaktuellen Promi-Informationen liefert, bietet die einstündige Wochenendausgabe „Exclusiv Weekend“ seit 1998 vertiefende Hintergründe und Reportagen. Hinzu kommen regelmäßige Spezialausgaben wie jene zu „Let’s Dance“, live vom Tanzparkett, sowie aufwendige Sondersendungen und Vor-Ort-Berichterstattungen rund um gesellschaftliche Großereignisse. Aus den vergangenen Jahren bleiben vor allem die Sondersendungen zur Beerdigung von Queen Elisabeth II. sowie zur Krönung ihres Sohnes, König Charles III., in Erinnerung. Auch das im deutschsprachigen Raum exklusiv ausgestrahlte Interview mit Prinz Harry über seinen Rückzug aus dem Königshaus und seine kontrovers diskutierte Biografie unterstrichen erneut die Relevanz des RTL-Magazins.
    Berichterstattung auf höchstem Niveau mit viel Gespür für tagesaktuelle Promi-Geschichten gehören seit drei Jahrzehnten zum Markenkern von „Exclusiv“. Relevanz und Zuverlässigkeit machen das Original unter den Starmagazinen dabei zur unangefochtenen Nummer Eins.

    Seit den Anfängen von „Exclusiv“ (1994) und „Exclusiv Weekend“ (1998) präsentiert Frauke Ludowig als Hauptmoderatorin beide Ausgaben. Lange Zeit zeichnete sie sich zusätzlich als Redaktionsleiterin für die Starmagazine verantwortlich. Nach ihrem Abitur 1983 absolvierte sie zunächst eine Lehre zur Bankkauffrau. Mit einem Volontariat sowie anschließender Redakteurstätigkeit beim Radiosender ffn fand Frauke Ludowig schließlich ihren Weg in den Journalismus. Ihre Leidenschaft für das Fernsehen entdeckte sie 1992 mit ihrem Wechsel zu RTL. Während ihrer zweijährigen Station bei „Explosiv“ als Redakteurin und Reporterin entstand auch die Idee zu „Exclusiv“, die Frauke Ludowig maßgeblich entwickelte und so schließlich das Gesicht vor und hinter der Marke „Exclusiv – das Starmagazin“ wurde. Seit Oktober 2021 ist Frauke Ludowig außerdem die Kreativ Direktorin VIP bei RTL Deutschland.

    Frauke Ludowig lebt mit ihrem Ehemann Kai Roeffen und den gemeinsamen Töchtern Nele (geb. Juli 2003) und Nika (geb. Mai 2005) in Köln. Ausgleich zur Arbeit findet die erfolgreiche Journalistin im Sport, darunter Jogging, Fitness-Training, Mountain-Biking und Trekking.


    Frauke Ludowig. Foto: ©RTL / Ruprecht Stempell

    Sie präsentieren seit 30 Jahren das RTL-Magazin „Exklusiv“, wie schafft man eine solche Kontinuität und Zuschauerbindung?
    Indem man einfach immer dranbleibt, indem man diszipliniert ist, indem man auch erspürt, was die Zuschauerinnen und Zuschauer gerne sehen. Dazu viel Erfahrung, viel Bauchgefühl, immer faire Berichterstattung und einfach konsequent immer am Ball bleiben. Das ist übrigens, finde ich, bei allen Berufen so.

    Der TV-Markt hat sich in den letzten Jahren durch Social Media stark verändert. Prominente posten ihre eigenen Instagram-Stories – Segen oder Fluch für Sie?
    Für uns ist das eher Segen als Fluch. Die Stars stellen sich ja sehr gerne auch selber dar. Das mache ich auch und das gehört nun mal dazu, wenn man in der Öffentlichkeit steht. Wir ordnen aber die Themen zusätzlich für das Publikum ein. Die Zuschauerinnen und Zuschauer wissen also: „ Na, wenn ‚Exclusiv‘ das berichtet, dann ist das auch etwas Wichtiges.“

    Sie sind selbst prominent. Wie schwer ist es da, zwischen Glamour-Welt, dem Redaktionsalltag und Privatleben zu switchen?
    Es ist überhaupt nicht schwer für mich, denn ich lebe ein ganz normales Leben und die Glamour-Welt, da tauche ich hin und wieder mal ein. Das macht dann auch Spaß und schafft Abwechslung, aber es ist nichts, was in meinem normalen Leben Platz hätte.

    Das letzte Mal haben wir Sie 2019 für die Enzkreis Rundschau interviewt und auf meine Frage, welche Prominente noch auf Ihrer Wunschliste stehen für ein Interview, haben Sie mit Meghan und Harry geantwortet. Ist dieser Wunsch noch aktuell?
    Ja die beiden könnte ich mir gut vorstellen, aber auch Demi Moore finde ich sehr spannend. Sie ist ja quasi wieder auferstanden und hat ein Comeback gefeiert. Sie könnte ich mir auch nochmal sehr gut vorstellen.

    Das Interview führte Verleger Benny Clausing exklusiv für die Enzkreis Rundschau.


    Fotos: ©RTL / Ruprecht Stempell