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Sommerzeit ist Draußenzeit. Doch sobald Wespen am Esstisch, auf der Terrasse oder in der Nähe von Eingängen auftauchen, ist die entspannte Stimmung schnell vorbei. Besonders kritisch wird es, wenn sich ein Nest in unmittelbarer Nähe von Menschen befindet – etwa am Haus, im Rollladenkasten, am Dach, im Gartenhaus oder in einem gewerblich genutzten Bereich. Dann ist Besonnenheit gefragt: Hektische Bewegungen und eigene Bekämpfungsversuche können gefährlich werden.
Wespen und Hornissen sind wichtige Bestandteile der Natur. Sie fangen andere Insekten, tragen zum ökologischen Gleichgewicht bei und stehen teilweise unter besonderem Schutz. Deshalb dürfen Nester nicht grundlos entfernt oder bekämpft werden. Erst wenn eine konkrete Gefährdung vorliegt – zum Beispiel für Kinder, Allergikerinnen und Allergiker, Haustiere oder stark frequentierte Aufenthaltsbereiche – sollte die Situation fachkundig beurteilt werden.
Dabei ist es wichtig, zunächst die Art zu bestimmen. Nicht jedes Nest stellt automatisch eine Gefahr dar, und häufig lassen sich einfache Verhaltensregeln anwenden, um Konflikte zu vermeiden. Dazu gehört, Speisen und Getränke im Freien abzudecken, süße Reste zügig zu entfernen und Wespen nicht anzupusten, da das enthaltene Kohlendioxid die Tiere zusätzlich reizen kann.
Besondere Vorsicht gilt bei Hornissen und der Asiatischen Hornisse. Hier sind Erfahrung, geeignete Schutzausrüstung und Sachkunde entscheidend. Nester sollten niemals eigenständig entfernt werden, da geschützte Arten verwechselt werden können und die Tiere ihr Nest mitunter entschlossen verteidigen. Wer unsicher ist, sollte daher immer professionelle Hilfe hinzuziehen.
So lässt sich im Einzelfall klären, ob eine Entfernung, Umsiedlung oder andere Maßnahme notwendig und erlaubt ist. Mit der richtigen Einschätzung bleibt der Sommer dort, wo er hingehört: draußen, entspannt und sicher – ohne unnötiges Risiko für Mensch und Tier.
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