Kategorie: Region

Aktuelles, Meldungen und Infos aus dem Enzkreis, Pforzheim, Mühlacker und der Region finden Sie bei uns. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit der Enzkreis Rundschau!

  • Jugendliche aus Gernika zu Besuch in Pforzheim

    Jugendliche aus Gernika zu Besuch in Pforzheim

    ©Stadt Pforzheim; Ella Martin

    Zwischen der Fritz-Erler-Schule in Pforzheim und dem Instituto Gernika in Pforzheims Baskischer Partnerstadt Gernika bestehen seit Langem enge Beziehungen, die jährlich durch die regelmäßig stattfindenden Schüleraustausche gepflegt werden. Vom 1. bis 8. Februar besuchen 20 junge Baskinnen und Basken daher ihre Austauschpartnerinnen und -partner in Pforzheim, um interkulturelle Freundschaften zu knüpfen und die gegenseitigen Lebensweisen besser kennenzulernen.

    Zu Beginn ihres Aufenthaltes wurden die Jugendlichen aus Gernika gemeinsam mit den deutschen Schülerinnen und Schülern im Foyer des Neuen Rathauses von Pforzheims Erstem Bürgermeister Dirk Büscher empfangen und durften sich offiziell ins Gästebuch der Stadt eintragen. „Es ist toll, dass das Interesse am gegenseitigen Austausch so groß ist, und ich freue mich sehr, euch alle hier in Pforzheim begrüßen zu können!“, so Büscher. Während des Austausches sollen nicht nur internationale Kompetenzen gefördert werden, es finden auch zahlreiche Ausflüge statt. „Es ist ungemein wichtig, dass Schülerinnen und Schüler früh Erfahrungen mit internationalen zivilgesellschaftlichen Kontakten machen können.“, erzählte Frau Bischoff, Spanisch-Lehrerin an der Fritz-Erler-Schule.

  • Pforzheim weiterhin „Fairtrade-Stadt“

    Pforzheim weiterhin „Fairtrade-Stadt“

    Vor vier Jahren ist Pforzheim von dem gemeinnützigen Verein TransFair e. V. erstmals für ihr Engagement zum fairen Handel ausgezeichnet worden. Die für die Auszeichnung zu erfüllenden Kriterien werden, wie im Jahr 2019 und 2021 weiterhin erfüllt, daher wurde die Stadt erneut rezertifiziert.

    „Die erneute Auszeichnung ist eine motivierende Bestätigung für das große Engagement aller Akteurinnen und Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Wir arbeiten alle eng zusammen für das Ziel der nachhaltigen Verankerung des fairen Handels in Pforzheim“, freut sich Bürgermeisterin Sibylle Schüssler über die Verlängerung des Titels. „Ich bin stolz, dass Pforzheim dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört. Wir setzen uns weiterhin mit viel Elan dafür ein, den fairen Handel mit all seinen Schwerpunkten auf lokaler Ebene zu fördern. So wird die Stadt einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Zukunft leisten können.“, so Schüssler weiter.

    Besonders erfreulich ist die Erweiterung der Steuerungsgruppe durch die Hochschule Pforzheim als Fairtrade University und den Jugendgemeinderat. Außerdem konnten seit dem Abflachen der Covid Pandemie im Herbst 2022 vermehrt Veranstaltungen zum fairen Handel stattfinden wie z.B. Tauschaktionen, Informationsstände, Stadtspaziergänge und eine faire Kaffeewoche mit vielen Akteurinnen und Akteuren der Steuerungsgruppe.

    Auch 2024 sind verschiedene Aktionen geplant. So finden im Frühsommer erneut die Kaffeespaziergänge statt, die im letzten Jahr großen Anklang gefunden haben. Der Fokus liegt dieses Mal nicht nur auf fairem Kaffee und den Auswirkungen des Klimawandels auf Kaffee, sondern auch auf Geschlechtergerechtigkeit. Fairtrade hat 2016 eine Gender-Strategie verabschiedet, die durch gezielte Maßnahmen die Stärkung von Frauen ermöglichen soll. Hintergrund ist, dass besonders in armen Ländern ein Großteil der landwirtschaftlichen Arbeit von Frauen geleistet wird, diese jedoch kaum Gestaltungsmöglichkeiten haben. Daher fördert Fairtrade die Gleichstellung von Frauen und Männern, indem Frauen dabei unterstützt werden, innerhalb von Fairtrade-Organisationen stärke Positionen einnehmen zu können. Dies geschieht z. B. durch geeignete Schulungen und Projekte.
    STKPF, Foto: Dominik Mokrski

  • 10 Jahre Kosmetik-Institut-Clausing

    10 Jahre Kosmetik-Institut-Clausing

    Kosmetik-Institut-Clausing aus Dietlingen feiert sein 10-jähriges Bestehen. Seitdem bietet das Institut individuelle Beauty-
    und Wellness-Behandlungen an, die auf die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden abgestimmt sind.

    Das Institut hat sich über die Jahre hinweg auf innovative Anti-Aging-Behandlungen, Lösungen für strapazierte Hauttypen und dauerhafte Haarentfernung durch Laser spezialisiert. Ein Meilenstein war die Auszeichnung mit dem renommierten Gütesiegel „Derma-Beauty-Star“, das das Institut als erstes dermatologisches Fachinstitut im Enzkreis erhalten hat.

    „Seit einem Jahrzehnt widmen wir uns der Erfüllung der Schönheitsbedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden. Wir sind dankbar für ihr anhaltendes Vertrauen und Zufriedenheit in unsere Dienstleistungen“, sagt Janine Buri, die das Kosmetik-Institut-Clausing in Dietlingen leitet. „Die Anerkennung als erstes dermatologisches Kosmetikinstitut im Enzkreis ist eine Bestätigung für die Qualität und das Engagement unseres Teams für professionelle Schönheitspflege.“

    Neben klassischen Gesichtsbehandlungen, professioneller Maniküre und Pediküre bietet das Institut „U20 Behandlungen“ für junge Frauen und Männer bis 20 Jahre an. Junge, unreine Haut benötigt meist spezielle Pflege – Kosmetik-Institut-Clausing hat die Lösung.

    Weitere Informationen zum Angebot unter:
    www.kosmetik-keltern.de

  • Grundschulen  im Enzkreis

    Grundschulen im Enzkreis

    Ein Rückzugsort für Bücherwürmer und auch alle anderen Schülerinnen und Schüler: Die Leseecke in der Grundschule in Schwann.
    Bild: Enzkreis; Fotograf: Sebastian Seibel

    Umgeben von Wald und Wiesen, ein großer Schulhof zum Austoben, kleine Klassen und eine individuelle Betreuung der Kinder: So stellen sich Eltern die ideale Grundschule für ihren Nachwuchs vor. Viele ländliche Grundschulen im Enzkreis bieten diese Vorteile. Die Grundschule Schwann ist eine davon.

    Familiäre Atmosphäre
    „Die Eltern schätzen die familiäre Atmosphäre, die an unserer Schule herrscht, und die kurzen Kommunikationswege“, sagt Schulleiterin Elisabeth Kiebelstein. 109 Kinder gehen hier zu Schule. „Wie viele ländliche Grundschulen haben wir kleine Klassen“, führt sie aus. Das ermögliche den Lehrkräften, individueller auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler einzugehen. „Das schafft Vertrauen und eine emotionale Bindung“, ist Kiebelstein sicher.
    Ein weiterer Vorteil sei, dass die Kinder in der Regel eigenständig und zu Fuß zur Schule kommen können. Das fördere schon früh die Selbstständigkeit der Kinder. „Manche holen sich gegenseitig auf dem Weg zur Schule ab. Diese Laufgruppen bilden eine tolle Gemeinschaft“, beobachtet die Schulleiterin. Viele der Kinder und Eltern kennen sich bereits seit den Kindergartenjahren, das mache den Übergang in die Grundschule einfacher. Überhaupt gebe es in der Gemeinde ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte kennen sich oft persönlich, was zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternschaft führt. „Dies schafft eine unterstützende Umgebung für die Kinder“, ist sich die Schulleiterin sicher.

  • RadSchnitzeljagd ist zu Ende

    RadSchnitzeljagd ist zu Ende

    Die Erste Landesbeamtin Dr. Hilde Neidhardt (Bildmitte vorne) belohnte die Teilnehmer an der Radschnitzeljagd im Enzkreis mit tollen Preisen.
    Bild: Enzkreis; Fotografin: Stefanie Frey

    Die RadSchnitzeljagd im Enzkreis ist zu Ende. Drei Monate lang, von Anfang August bis zum Ende der Herbstferien, lockte sie Radfahrerinnen und Radfahrer auf vier abwechslungsreichen Strecken unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrade quer durch den Landkreis. Dabei konnten die kleinen und großen Radfans die vier verschiedenen Landschaften – Kraichgau, Stromberg, Heckengäu, und Nordschwarzwald – aus der Lenkerperspektive erkunden, knifflige Rätsel lösen und die Lösungsworte anschließend beim Landratsamt einreichen. Unter all den Einsendungen verloste die Behörde attraktive Preise wie zum Beispiels Einkaufsgutscheine von den Bioläden oder -höfen an den Strecken oder nützliches Radzubehör.

    Diese wurden nun im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung von der Ersten Landesbeamtin Dr. Hilde Neidhardt den glücklichen Gewinnern im Sitzungssaal des Landratsamtes überreicht, die bei der Gelegenheit die Erfahrungen der Teilnehmer abfragte und gerne Verbesserungswünsche entgegennahm.

    Da die Strecken auch unter Beteiligung der Bio-Musterregion konzipiert waren, durften die anwesenden Preisträger beim anschließenden Imbiss leckere, regionale Hirsegerichte verkosten. Dieses wiederentdeckte sehr alte Powerfood wird von vier Bio-Landwirten in der Region als Reaktion auf die zunehmend trockenen Anbaubedingungen durch den Klimawandel angebaut.

  • Neue Weihnachtskugel für die  Sammlung

    Neue Weihnachtskugel für die Sammlung

    Foto: ©Daniela Samsony

    Bereits zum dritten Mal gibt es auch in diesem Jahr eine neue Pforzheimer Weihnachtskugel in der Tourist-Information Pforzheim zu kaufen. Wie schon im Jahr 2021 handelt es sich bei der aktuellen Weihnachtskugel um eine in Bordeauxrot gehaltene Glaskugel. Geziert wird sie, ganz im Sinne der „Goldstadt“, von einem goldenen Logo der Stadt Pforzheim sowie einer charismatischen Darstellung des „Pforzheimer Seckel“. Als historischer Protagonist bringt der Seckel ein kleines Stück Pforzheimer Geschichte an den Weihnachtsbaum.

    Im Sinne der Nachhaltigkeit wurde der Christbaumschmuck in Deutschland hergestellt und aus Deutschland und Europa stammenden Materialien gefertigt. Dabei ist die einzelne Weihnachtskugel für 4,50 Euro inklusive einer begleitenden Kurzinfo zum Motiv in einer eigens dafür kreierten Umverpackung erwerbbar. Auch der beliebte Dreierpack für 12 Euro steht ab November wieder in der Tourist-Information am Schlossberg 15-17 für Sammlerinnen und Sammler sowie Liebhaberinnen und Liebhaber der Pforzheimer Weihnachtskugeln zum Kauf bereit.

  • Schönheit durch Schlaf

    Schönheit durch Schlaf

    Tipps und Tricks für eine erholsame Nachtruhe

    In der hektischen Welt von heute, in der Zeit oft ein knappes Gut ist, vernachlässigen viele Menschen eines der wichtigsten Elemente für ihre Schönheit: ausreichenden Schlaf. Doch die Beziehung zwischen Schönheit und Schlaf ist tiefgreifender, als die meisten denken. In diesem Artikel erkunden wir, wie eine erholsame Nachtruhe nicht nur dazu beiträgt, dunkle Augenringe zu reduzieren, sondern auch die Haut zu erneuern, Falten zu minimieren und ein jugendliches Strahlen zu fördern. Tauchen Sie mit uns ein in die Welt der Schönheit durch Schlaf und erfahren Sie, wie Sie Ihre Schönheitsroutine über Nacht optimieren können.

    Was schätzen Sie – wie viel unserer Lebenszeit verbringen wir schlafend? Es ist etwa ein Drittel. Die regelmäßige nächtliche Schlafdauer sollte zwischen mindestens 6 und maximal 9 Stunden liegen. Haben Sie einen guten Schlaf? Wenn ja, können Sie sich äußerst glücklich schätzen. Ein- und Durchschlafprobleme sind in Deutschland nämlich keine Seltenheit. Dabei ist Schlaf enorm wichtig für Körper, Geist und Seele und somit natürlich auch für unsere Gesundheit und Schönheit. Grund genug, um sich mal Gedanken darüber zu machen, wie man seine Schlafqualität unterstützen oder verbessern kann. Hier habe ich einige Schlaf-Tipps für Sie:

    Schaffen Sie in Ihrem Schlafzimmer eine Wohlfühlatmosphäre! Sorgen Sie für kühle Farben wie Blau- und Grüntöne in Ihrem Schlafraum. Warme Farben wirken eher anregend. Neben Farben haben auch Düfte eine positive Wirkung. Ein altes Hausmittel: Legen Sie einen frischen Apfel neben Ihr Bett. Sein Duft unterstützt Entspannung. Alternativ können Sie auch Aromaöle einsetzen. Eine Aromalampe im Schlafzimmer sieht nicht nur hübsch aus, sondern sorgt auch für einen beruhigenden Duft. In Apotheken oder Kaufhäusern finden Sie eine große Auswahl an geeigneten Duftrichtungen wie Lavendel oder Rose. Die Luft in Ihrem Schlafzimmer sollte weder zu kalt noch zu warm sein. Die empfohlene Temperatur liegt bei etwa 18 Grad. Außerdem sollte die Raumluft nicht zu trocken sein. Ideal ist eine relative Luftfeuchtigkeit von 45 bis 65 Prozent. Pflanzen sollten Sie völlig aus Ihrem Schlafraum verbannen. Bei Dunkelheit produzieren sie Kohlendioxid – sehr abträglich für ein angenehmes Schlafklima.
    Essen sollten Sie mindestens drei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr. Ist der Körper noch zu sehr mit der Verdauung beschäftigt, schlafen Sie unruhig und wachen nachts schneller auf. Hungrig sollten Sie jedoch auch keinesfalls zu Bett gehen, denn auch das stört die Schlafqualität. Als kleiner Schlaftrunk etwa 30 Minuten bevor Sie das Licht ausmachen, eignet sich entweder eine Tasse Kräutertee. Am besten nehmen Sie Hopfen, Baldrian, Melisse oder eine Mischung daraus. Eine ebenso beruhigende Wirkung hat eine heiße Milch mit einem Teelöffel Honig.

    Ganz wichtig für einen regelmäßigen guten Schlaf ist ein stabiler Rhythmus. Gehen Sie immer zur möglichst gleichen Zeit ins Bett und stehen Sie auch zur gleichen Zeit wieder auf. Gleichbleibende Rituale vor dem ins Bett gehen unterstützen die Schlafqualität ebenfalls. Sie stimmen Körper und Geist auf eine angenehme Ruhephase ein. Geeignete Rituale sind z. B. Tagebuch schreiben, Lesen oder auch ein Spaziergang. Wichtig ist, dass Ihnen Ihr Ritual Freude bereitet und sie beruhigt und entspannt. Entspannung können Sie auch gezielt durch Techniken wie Autogenes Training, Yoga oder Progressive Muskelentspannung erlernen. Ebenfalls entspannend wirkt ruhige Musik. Die Auswahl an spezifischen Stücken zum Einschlafen ist groß.

    Doch nicht nur Ihre Abendgestaltung spielt für einen erholsamen Schlaf eine bedeutende Rolle. Gerade auch Ihr Tagesablauf entscheidet darüber, wie gut Sie abends abschalten und dann auch schlafen können. Sorgen Sie möglichst für einen aktiven, positiven Alltag, der auch immer wieder Phasen zum Innehalten und „sich sortieren“ enthält.

  • Tipps für den  passenden Fahrradhelm

    Tipps für den passenden Fahrradhelm

    Im Interesse der Sicherheit sollten Zweiradfahrer freiwillig stets einen Helm tragen. Foto: Sabine van Erp/pixabay.com/mid/ak-o

    In Deutschland besteht für Fahrradfahrende keine Helmpflicht. Im Interesse der Verkehrssicherheit empfiehlt der Auto Club Europa (ACE) jedoch, einen Helm zu tragen und gibt Tipps für die Auswahl.

    Ein Fahrradhelm bietet nur dann optimalen Schutz, wenn er richtig passt. In der Helmschale findet sich der passende Kopfumfang in Zentimetern (cm) und eine Größenbezeichnung von XXS bis XXL. Letztere ist nicht genormt und abhängig von den einzelnen Herstellern. Daher sollte in erster Linie die Größenangabe in Zentimetern beachtet werden. Diese muss dem eigenen Kopfumfang entsprechen. Der Kopfumfang wird mit einem Maßband in Höhe der Stirn gemessen.
    Zeigen sich am Helm Kratzer und Risse, Ablösungen zwischen dem Obermaterial und der Innenschale oder Schäden an den Riemen und Einstellmöglichkeiten, sollte ein neues Modell her. Auch wenn der Helm bereits einen Unfall hinter sich, muss er ersetzt werden. Denn es können nicht sichtbare Schäden entstanden sein, die die Schutzfunktion beeinträchtigen.

    Insbesondere UV-Licht lässt die Materialien altern, das Material härtet aber auch im Laufe der Zeit aus, weshalb ein vollständiger Schutz nach mehrjähriger Nutzung nicht mehr gewährleistet ist. Daher sollte das Produktionsdatum auf dem Etikett auf der Innenseite des Helmes Beachtung finden. Der ACE empfiehlt, den Helm aus Sicherheitsgründen nach spätestens fünf Jahren zu ersetzen.

  • Zweiter Pforzheimer Ehrungsabend

    Zweiter Pforzheimer Ehrungsabend

    Im Interesse der Sicherheit sollten Zweiradfahrer freiwillig stets einen Helm tragen.
    Foto: Sabine van Erp/pixabay.com/mid/ak-o

    Ehrenamtliche Arbeit als „unverzichtbarer Grundstein für das Wohlergehen unserer Stadt“
    Am Mittwochabend, 27. September, sind im Kulturhaus
    Osterfeld auf dem zweiten Pforzheimer Ehrungsabend fünf gemeinnützige Projekte und 27 Einzelpersonen in insgesamt fünf Kategorien durch Oberbürgermeister Peter Boch für ihr außergewöhnliches bürgerschaftliches Engagement gewürdigt worden. „Ihr Engagement ist eine Inspiration für uns alle“, bekräftigte der Oberbürgermeister während des Ehrungsabends. Der Rathauschef unterstrich mehrfach, wie essenziell wichtig ehrenamtliche Arbeit für das soziokulturelle Stadtklima sei und lobte die Ehrenamtlichen für ihre selbstlosen Anstrengungen und Bemühungen im Sinne der Pforzheimerinnen und Pforzheimer. Bereits im Vorfeld konnten Ehrenamtliche in verschiedenen Kategorien zur Ehrung vorschlagen werden. Eine Jury aus Verwaltungsmitgliedern der Stadt Pforzheim und dem ehrenamtlichen Beteiligungsbeirat der Stadt hat die Nominierten ausgewählt, wenngleich die Achtung und die Dankbarkeit des Oberbürgermeisters allen Engagierten gebührt. „Ehrenamtliche setzen einen unverzichtbaren Grundstein für das Wohlergehen unserer Stadt. Sie zeigen uns durch ihre Taten und Projekte, dass Veränderung möglich ist und dass jede und jeder Einzelne von uns einen Unterschied machen kann“, so Boch.

    Eine besondere Würdigung wurde posthum Ralf Fuhrmann (1963 – 2020) zuteil, der durch sein vielseitiges ehrenamtliches Engagement in verschiedensten Lebensbereichen in Erinnerung bleiben wird. Er wurde daher nachträglich für seinen Einsatz in gesellschaftlichen, politischen und gesundheitlichen Initiativen, wie beispielsweise der Aids-Hilfe Pforzheim, geehrt.

  • Waldbegehung im Hagenschieß

    Waldbegehung im Hagenschieß

    Der Leiter der Forstverwaltung Mario Seefelder (2.v.r.) hat Umweltbürgermeisterin Sibylle Schüssler sowie interessierte Mitglieder des Gemeinderats und Mitarbeitende
    der Verwaltung durch den Stadtwald geführt.©Stadt Pforzheim; Alina Di Sannio

    Um sich einen Eindruck von den Auswirkungen des Klimawandels und den daraus resultierenden Zukunftsaufgaben im Stadtwald zu verschaffen, haben sich 25 Mitglieder des Gemeinderats und Mitarbeitende der Verwaltung gemeinsam mit Umweltbürgermeisterin Sibylle Schüssler auf eine rund 3,5 Kilometer lange Rundwanderung durch den Wald begeben. Geführt und begleitet wurde die Waldbegehung erstmals vom neuen Leiter der Forstverwaltung Mario Seefelder und den städtischen Förstern. „In Zeiten des Klimawandels nimmt unser Stadtwald eine immer wichtiger werdende Rolle ein“, sagt Bürgermeisterin Schüssler. Durch die Aufnahme des klimaschädlichen CO2-Treibhausgases helfe der Wald als CO2-Senke im Kampf gegen den Klimawandel und diene gleichzeitig neben der Trinkwasserproduktion für die Stadt auch vielen Pforzheimer Bürgerinnen und Bürgern als Erholungsraum. „Daher ist es besonders wichtig, die ganzheitliche und sehr langfristig ausgerichtete Zielsetzung in der Bewirtschaftung des Pforzheimer Stadtwaldes weiter zu verfolgen“, ergänzt Seefelder. Neben der Produktion des wertvollen Werkstoffes Holz ist die Sicherung und Förderung der Biodiversität eine wichtige Aufgabe des Waldes.

    Seefelder wirft einen Blick in die Zukunft: „Damit die heute schon ökologisch sehr wertvollen Waldbestände dauerhaft erhalten bleiben, wollen wir diese künftig im Rahmen eines Alt- und Totholzkonzeptes unter Schutz stellen.“ Anhand einer Eiche mit Spechthöhle und Pilzkonsolen wurde deutlich, wie wichtig Habitat- und Totholzbäume für viele Arten des Waldökosystems sind. Aufgrund von Trockenheit und Borkenkäferbefall konzentrierte sich die Holznutzung in den letzten fünf Jahren fast ausschließlich auf kranke und abgestorbene Bäume. „Vor allem im Bereich der Verkehrssicherung hat der Stadtwald mit circa 70 Kilometer langen Waldaußenrändern entlang von öffentlichen Straßen, Bebauung sowie mehr als 200 Erholungseinrichtungen im Wald uns vor große Herausforderungen gestellt“, fasst Seefelder die letzten Jahre zusammen. Eine Entspannung der Lage sei kurzfristig nicht absehbar. Im Wald nahe des DDR-Museums wurde den Anwesenden vor Augen geführt, welche Auswirkungen die seit rund sechs Jahren anhaltende Dürreperiode auf den Pforzheimer Wald hat. „Die einst hier gewachsenen Tannen sind zu großen Teilen der Trockenheit zum Opfer gefallen“, konstatiert der zuständige Forstrevierleiter Andreas Bürle. „Jetzt müssen andere Baumarten, wie zum Beispiel die Eiche, übernehmen.“
    Damit der Wald in Zeiten der zunehmenden Trockenheit und immer neuen Temperaturrekorden weiterhin zu klimastabilen Mischwäldern entwickelt wird, müssen gezielt wärmeliebende und trockenheitsresistente Baumarten wie beispielsweise die Eiche oder Elsbeere gefördert werden.

    „Und genau hier kommt die Jagd ins Spiel. Es ist wichtig, dass die jungen Bäume, die den Wald von morgen darstellen, in ihrem Wachstum nicht durch Wildverbiss gehindert werden“, erläutert Seefelder. Um den Einfluss des Rehwilds auf die natürliche Entwicklung des Waldes aufzuzeigen, wurden bereits im Jahr 2020 in allen Jagdrevieren sogenannte Weiserzäune gebaut. „Hier werden Rehe gezielt auf einer Fläche von 12 auf 12 Metern ausgesperrt – somit können die Unterschiede der Waldentwicklung inner- und außerhalb des Zaunes genaustens beobachtet werden“, erklärt Seefelder.
    Zum Abschluss der zweistündigen Waldführung wurde das neu gebaute Waldklassenzimmer besichtigt. Ab Herbst/Winter 2023 wird das Blockhaus, das vollständig aus Pforzheimer Holz gebaut wurde, mitten im Wald Anlaufstelle für waldpädagogische Veranstaltungen sein. Künftig werden jährlich rund 80 Veranstaltungen mit Schulen und Kindergärten hier stattfinden. „Tiere suchen, Pflanzen bestimmen und spielerisch Dinge über den Wald und die Natur lernen. Kleine Abenteuer erleben anstatt die Schulbank zu drücken. Das sind Eindrücke, die bleiben und in den Kindern Begeisterung für ihre Umwelt wecken“, fasst die Waldpädagogin Saskia Burgdorf abschließend zusammen.