Tag: 6. Oktober 2023

  • Zweiter Pforzheimer Ehrungsabend

    Zweiter Pforzheimer Ehrungsabend

    Im Interesse der Sicherheit sollten Zweiradfahrer freiwillig stets einen Helm tragen.
    Foto: Sabine van Erp/pixabay.com/mid/ak-o

    Ehrenamtliche Arbeit als „unverzichtbarer Grundstein für das Wohlergehen unserer Stadt“
    Am Mittwochabend, 27. September, sind im Kulturhaus
    Osterfeld auf dem zweiten Pforzheimer Ehrungsabend fünf gemeinnützige Projekte und 27 Einzelpersonen in insgesamt fünf Kategorien durch Oberbürgermeister Peter Boch für ihr außergewöhnliches bürgerschaftliches Engagement gewürdigt worden. „Ihr Engagement ist eine Inspiration für uns alle“, bekräftigte der Oberbürgermeister während des Ehrungsabends. Der Rathauschef unterstrich mehrfach, wie essenziell wichtig ehrenamtliche Arbeit für das soziokulturelle Stadtklima sei und lobte die Ehrenamtlichen für ihre selbstlosen Anstrengungen und Bemühungen im Sinne der Pforzheimerinnen und Pforzheimer. Bereits im Vorfeld konnten Ehrenamtliche in verschiedenen Kategorien zur Ehrung vorschlagen werden. Eine Jury aus Verwaltungsmitgliedern der Stadt Pforzheim und dem ehrenamtlichen Beteiligungsbeirat der Stadt hat die Nominierten ausgewählt, wenngleich die Achtung und die Dankbarkeit des Oberbürgermeisters allen Engagierten gebührt. „Ehrenamtliche setzen einen unverzichtbaren Grundstein für das Wohlergehen unserer Stadt. Sie zeigen uns durch ihre Taten und Projekte, dass Veränderung möglich ist und dass jede und jeder Einzelne von uns einen Unterschied machen kann“, so Boch.

    Eine besondere Würdigung wurde posthum Ralf Fuhrmann (1963 – 2020) zuteil, der durch sein vielseitiges ehrenamtliches Engagement in verschiedensten Lebensbereichen in Erinnerung bleiben wird. Er wurde daher nachträglich für seinen Einsatz in gesellschaftlichen, politischen und gesundheitlichen Initiativen, wie beispielsweise der Aids-Hilfe Pforzheim, geehrt.

  • Waldbegehung im Hagenschieß

    Waldbegehung im Hagenschieß

    Der Leiter der Forstverwaltung Mario Seefelder (2.v.r.) hat Umweltbürgermeisterin Sibylle Schüssler sowie interessierte Mitglieder des Gemeinderats und Mitarbeitende
    der Verwaltung durch den Stadtwald geführt.©Stadt Pforzheim; Alina Di Sannio

    Um sich einen Eindruck von den Auswirkungen des Klimawandels und den daraus resultierenden Zukunftsaufgaben im Stadtwald zu verschaffen, haben sich 25 Mitglieder des Gemeinderats und Mitarbeitende der Verwaltung gemeinsam mit Umweltbürgermeisterin Sibylle Schüssler auf eine rund 3,5 Kilometer lange Rundwanderung durch den Wald begeben. Geführt und begleitet wurde die Waldbegehung erstmals vom neuen Leiter der Forstverwaltung Mario Seefelder und den städtischen Förstern. „In Zeiten des Klimawandels nimmt unser Stadtwald eine immer wichtiger werdende Rolle ein“, sagt Bürgermeisterin Schüssler. Durch die Aufnahme des klimaschädlichen CO2-Treibhausgases helfe der Wald als CO2-Senke im Kampf gegen den Klimawandel und diene gleichzeitig neben der Trinkwasserproduktion für die Stadt auch vielen Pforzheimer Bürgerinnen und Bürgern als Erholungsraum. „Daher ist es besonders wichtig, die ganzheitliche und sehr langfristig ausgerichtete Zielsetzung in der Bewirtschaftung des Pforzheimer Stadtwaldes weiter zu verfolgen“, ergänzt Seefelder. Neben der Produktion des wertvollen Werkstoffes Holz ist die Sicherung und Förderung der Biodiversität eine wichtige Aufgabe des Waldes.

    Seefelder wirft einen Blick in die Zukunft: „Damit die heute schon ökologisch sehr wertvollen Waldbestände dauerhaft erhalten bleiben, wollen wir diese künftig im Rahmen eines Alt- und Totholzkonzeptes unter Schutz stellen.“ Anhand einer Eiche mit Spechthöhle und Pilzkonsolen wurde deutlich, wie wichtig Habitat- und Totholzbäume für viele Arten des Waldökosystems sind. Aufgrund von Trockenheit und Borkenkäferbefall konzentrierte sich die Holznutzung in den letzten fünf Jahren fast ausschließlich auf kranke und abgestorbene Bäume. „Vor allem im Bereich der Verkehrssicherung hat der Stadtwald mit circa 70 Kilometer langen Waldaußenrändern entlang von öffentlichen Straßen, Bebauung sowie mehr als 200 Erholungseinrichtungen im Wald uns vor große Herausforderungen gestellt“, fasst Seefelder die letzten Jahre zusammen. Eine Entspannung der Lage sei kurzfristig nicht absehbar. Im Wald nahe des DDR-Museums wurde den Anwesenden vor Augen geführt, welche Auswirkungen die seit rund sechs Jahren anhaltende Dürreperiode auf den Pforzheimer Wald hat. „Die einst hier gewachsenen Tannen sind zu großen Teilen der Trockenheit zum Opfer gefallen“, konstatiert der zuständige Forstrevierleiter Andreas Bürle. „Jetzt müssen andere Baumarten, wie zum Beispiel die Eiche, übernehmen.“
    Damit der Wald in Zeiten der zunehmenden Trockenheit und immer neuen Temperaturrekorden weiterhin zu klimastabilen Mischwäldern entwickelt wird, müssen gezielt wärmeliebende und trockenheitsresistente Baumarten wie beispielsweise die Eiche oder Elsbeere gefördert werden.

    „Und genau hier kommt die Jagd ins Spiel. Es ist wichtig, dass die jungen Bäume, die den Wald von morgen darstellen, in ihrem Wachstum nicht durch Wildverbiss gehindert werden“, erläutert Seefelder. Um den Einfluss des Rehwilds auf die natürliche Entwicklung des Waldes aufzuzeigen, wurden bereits im Jahr 2020 in allen Jagdrevieren sogenannte Weiserzäune gebaut. „Hier werden Rehe gezielt auf einer Fläche von 12 auf 12 Metern ausgesperrt – somit können die Unterschiede der Waldentwicklung inner- und außerhalb des Zaunes genaustens beobachtet werden“, erklärt Seefelder.
    Zum Abschluss der zweistündigen Waldführung wurde das neu gebaute Waldklassenzimmer besichtigt. Ab Herbst/Winter 2023 wird das Blockhaus, das vollständig aus Pforzheimer Holz gebaut wurde, mitten im Wald Anlaufstelle für waldpädagogische Veranstaltungen sein. Künftig werden jährlich rund 80 Veranstaltungen mit Schulen und Kindergärten hier stattfinden. „Tiere suchen, Pflanzen bestimmen und spielerisch Dinge über den Wald und die Natur lernen. Kleine Abenteuer erleben anstatt die Schulbank zu drücken. Das sind Eindrücke, die bleiben und in den Kindern Begeisterung für ihre Umwelt wecken“, fasst die Waldpädagogin Saskia Burgdorf abschließend zusammen.

  • LIEBHABER ALTER OBSTSORTEN AUFGEPASST

    LIEBHABER ALTER OBSTSORTEN AUFGEPASST

    Auf den beiden Streuobstmärkten wird eine Vielzahl an Obstsorten und Streuobstprodukten angeboten.

    In den Streuobstwiesen der Region sind in diesem Jahr nur sehr wenig Früchte zu finden. „Grund dafür war der schwache Blütenansatz der Bäume in Verbindung mit kaltem und feuchtem Wetter während der Blütezeit“, erklärt Obstbauberater Bernhard Reisch vom Landratsamt Enzkreis. Für Liebhaber alter Obstsorten oder Menschen mit Apfelallergie, die nur alte Obstsorten vertragen, hat er trotzdem eine gute Nachricht: „An zwei Terminen im Oktober wird es jeweils wieder einen Streuobstmarkt geben, bei dem Früchte und verarbeitete Produkte von Streuobstwiesen der Region angeboten werden“, kündigte Reisch an – mit einer Einschränkung: „Die Auswahl und die verfügbare Menge an Früchten ist leider geringer als in den Vorjahren.“

    Die Märkte finden an folgenden Terminen statt: Am Sonntag, 8. Oktober, werden Streuobstprodukte von 11 bis 18 Uhr auf dem Dürrmenzer Herbstmarkt angeboten. Eine Woche später, am Samstag 14. Oktober, sind die Anbieter von 12 bis 16 Uhr beim Mostfest der Birkenfelder Narrenzunft im Pausenhof der Ludwig-Uhland-Schule, Kirchgartenstraße 20, in Birkenfeld dabei. Sowohl in Dürrmenz wie auch in Birkenfeld wird der Streuobstmarkt durch eine Obstsortenausstellung abgerundet. Unbekannte Obstsorten können von den Betreuern der Sortenausstellung bestimmt werden. „Hierzu sollten vier oder fünf Früchte einer Sorte mitgebracht werden“, rät Reisch den Besuchern.